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Defense & Security29.10.2026

US-Kriegsministerium veröffentlicht in siebter UAP-Lieferung vier Berichte von der Insel Catalina

Die am 23. Oktober 2026 veröffentlichte siebte Lieferung historischer UAP-Akten umfasst 28 Dateien, darunter vier Fälle von Catalina; einen Beleg für außerirdischen Ursprung enthalten die Dokumente nicht.

US-Kriegsministerium veröffentlicht in siebter UAP-Lieferung vier Berichte von der Insel Catalina

Die am 23. Oktober 2026 veröffentlichte siebte Lieferung historischer UAP-Akten des US-Kriegsministeriums umfasst nach Angaben des International Business Times 28 Dateien, darunter vier Berichte über Sichtungen von der kalifornischen Insel Catalina. Die Dokumente bewahren Schilderungen ungeklärter Himmelserscheinungen aus den 1940er- und 1950er-Jahren, belegen nach der Darstellung der veröffentlichenden Stelle aber keinen außerirdischen Ursprung. Für die Berichterstattung über UAP-Akten ist der Vorgang einschlägig, weil er zeigt, wie US-Behörden zivile Beobachtungen festhielten und welche Erklärungen sie prüften – ohne dass damit ein Nachweis über die Identität der Objekte verbunden wäre.

Zu den dokumentierten Fällen zählt ein Schreiben vom Mai 1949 des Avalon-Bewohners Percy Wackey, das wiedergibt, seine Frau und eine Lehrerin hätten am 28. April jenes Jahres sechs Objekte über der Insel gesehen, einzeln und in derselben Richtung fliegend; später seien vier weitere hinzugekommen. Eine handschriftliche Anmerkung der US-Luftwaffe hält fest, die Angaben reichten für eine Bewertung nicht aus. Für den 25. Juni 1952 verzeichnet ein Geheimdienstbericht der Luftwaffe die Schilderung von drei Pfadfindern aus dem Sommerlager Camp Fox: Ein silbernes Objekt sei schneller als ein herkömmliches Düsenflugzeug geflogen und habe kurz vor seinem Verschwinden eine Aufwärtsbewegung vollzogen, die Höhe sei ungewiss gewesen. Der zuständige Offizier vermerkte, die Verlässlichkeit der Zeugen sei nicht geprüft worden; ihre Erfahrung sei „probably meager at best“.

Für den 16. November 1953 beschreibt ein weiterer Aktenvermerk ein rundes, weiß-violettes Objekt, das zunächst bewegungslos erschien und sich dann in etwa zehn Minuten in nordwestlicher Richtung auf Los Angeles zubewegte. Die Aufzeichnung bewertete die beobachtende Person wegen ihrer Verbindung zu Aktivitäten mit Militärflugzeugen als verhältnismäßig zuverlässig; zeitgenössisch befragte Astronomen verwiesen jedoch darauf, dass der Planet Jupiter die Beobachtung erklären könne. Der Avalon-Bewohner Paul J. Carr meldete für den 15. März 1955 ein sehr helles, oranges Objekt von der scheinbaren Größe einer Nickelmünze bei ausgestrecktem Arm, das rund zwei Sekunden zu sehen war und scheinbar senkrecht fiel, bevor es verschwand. Der für diese Beobachtung zuständige Offizier hielt eine astronomische Erklärung für möglich und erachtete eine weitere Untersuchung für entbehrlich.

Das offizielle Archiv des Pentagons führt aus, manche Fälle blieben ungelöst, weil den Ermittlern ausreichende Informationen für eine abschließende Bewertung fehlten; eine offene Einstufung sei für sich genommen kein Hinweis auf ein außerirdisches oder technologisch überlegenes Objekt. In einer historischen Überprüfung aus dem Jahr 2024 habe das All-domain Anomaly Resolution Office keine verifizierbaren Belege dafür gefunden, dass untersuchte UAP-Sichtungen außerirdische Aktivitäten darstellten oder die US-Regierung über außerirdische Technologie verfüge. Die jetzt veröffentlichten Akten dokumentieren mehrere historische Sichtungen über Catalina, klären aber die Identität der beschriebenen Objekte nicht; die Schilderung der Pfadfinder bleibt in dem geprüften Material unerklärt. Der portugiesische Blog OVNI Hoje, der die vier Catalina-Fälle aufbereitet, weist darauf hin, dass er die Verlässlichkeit seiner Artikel weder vollständig noch teilweise bestätigt. Die Initiative PURSUE hatte nach Darstellung des International Business Times am 8. Mai 2026 mit einer ersten Veröffentlichung begonnen. Angaben zu weiteren Aktenlieferungen enthalten die Berichte nicht.