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Society & Culture26.10.2026

Pentagon-Akten: Zeugenberichte von Gestalten und einem Portal bei einer Ranch in Utah

Ein 60-seitiger Bericht aus dem Jahr 2010 dokumentiert Aussagen von mehr als 25 Anwohnern im Uintah Basin; die Laborwerte der gesicherten Haarproben verweisen dagegen auf Hund und Waschbär.

Pentagon-Akten: Zeugenberichte von Gestalten und einem Portal bei einer Ranch in Utah

Am 23. Oktober 2026 gab das Pentagon weitere UFO-Akten frei, darunter einen 60-seitigen Bericht mit dem Titel „Utah Ranch Investigation“. Er stammt von Bigelow Aerospace Advanced Space Studies (BAASS), einem privaten Auftragnehmer staatlich finanzierter Forschung über unidentifizierte Phänomene, und fasst Befragungen von mehr als 25 Anwohnern rund um Fort Duchesne im Uintah Basin zusammen. Im Kontext der UAP-Freigaben richtet sich der Blick damit nicht auf Sensordaten vom Himmel, sondern auf Aussagen von Anwohnern und eine Haarprobe; die Veröffentlichung bedeutet nicht, dass die US-Regierung paranormale Vorgänge verifiziert hat.

Zwei Nächte vor seinem Gespräch am 24. März 2010, so schilderte es ein Anwohner, sei gegen 20 Uhr ein großer Schatten am Haus vorbeigezogen. Seine Hunde hätten zu bellen begonnen und das gejagt, was er für einen Skinwalker hielt; die Gestalt habe wiederholt einen Stacheldrahtzaun getroffen, sich „wie ein Leichtathlet“ bewegt und sei Richtung eines verlassenen Farmhauses auf der anderen Straßenseite geflohen. Der Mann blieb nach eigener Darstellung rund 30 Minuten im Türrahmen. Am Zaun fanden die Ermittler Haare, die sie zur Laboranalyse gaben; zwei Proben wiesen dieselbe Hunde-DNA-Sequenz auf wie eine Kontrollprobe von einem Hund des Anwesens, eine weitere, von einem Stein genommene Probe stimmte mit Waschbären-DNA überein. BAASS hielt es für wahrscheinlich, dass die Haare vom selben Tier stammten, ohne den DNA-Abgleich allein als Beweis zu werten. Im Januar 2010 hatte derselbe Zeuge eine gebeugte Gestalt von geschätzt sechs Fuß und rund 250 Pfund beschrieben, mit kurzem schwarz-grauem Fell, spitzen Ohren und einer Nase, die eher der eines Menschen glich.

Neben den Tiergestalten steht eine zweite Erzählung im Zentrum des Berichts. Eine Frau berichtete, rund 20 Jahre vor ihrem Gespräch im Jahr 2010 eine klare, unbewegte Formation von etwa 30 bis 40 Fuß Höhe gesehen zu haben, die wie Wasser kräuselte und einem Hitzeflimmern glich; aus rund 100 Fuß Entfernung beobachtet, habe sie ein friedliches Gefühl ausgelöst und sei sichtbar geblieben, als die Zeugin wegging. Als Tor zu einer anderen Welt deutete sie das Phänomen erst später, nach der Lektüre eines Skinwalker-Buchs. Eine Karte in den stark geschwärzten Unterlagen verortet die Untersuchung in der Umgebung der Skinwalker Ranch, eines 512 Acre großen Anwesens im Uintah Basin; die Daily Mail ordnet den Begriff zudem kulturell ein: In der Navajo-Tradition bezeichne ein Skinwalker eine böswillige Hexe, die Tiergestalt annehmen könne.

Andere Aussagen betreffen Erscheinungen, die nicht durchweg als Skinwalker gedeutet wurden: ein knurrendes Brüllen vor einem Haus am 22. März 2010 gegen 23 Uhr, zweimal, jeweils fünf bis zehn Sekunden lang; einen drei Fuß langen behaarten Arm, der im Winter 2003 durch ein Schlafzimmerfenster griff, mit vier langen Fingern, ohne sichtbaren Daumen und mit hundeartigen Nägeln; eine gebeugte weibliche Gestalt mit schulterlangem schwarzem Haar, die um 2009 zwischen Dächern sprang und die eine Zeugin der Ute-Kultur als „Basket Lady“ zuordnete; einen acht Fuß großen haarlosen Körper auf einem Pferdeunterstand im September 2009, den die vierjährige Tochter der Zeugin mit einem Känguru verglich. Dazu kommen Lichterscheinungen: eine blaue Kugel nahe dem Bottle Hollow Lake, die sich Richtung Skinwalker Ridge bewegte, und ein kleines aquafarbenes Licht in einem Baum, das im Februar 2010 „im Augenblick“ verschwand. BAASS installierte sieben Digitalkameras für Wildtiere und befragte weiter, darunter Rancher und Polizeibeamte.

Was bleibt, ist vor allem ein Fund am Stacheldraht: Haare, die sich einem Hund auf dem Gelände zuordnen ließen, und ein Bericht, der weder ein Foto eines Skinwalkers noch einen Nachweis eines interdimensionalen Durchgangs enthält. Ohne unabhängig geprüfte Aufnahmen, biologische Proben oder wiederholbare Beobachtungen lässt sich nicht bestimmen, ob die Zeugen unbekannter Fauna begegneten, gewöhnliche Tiere falsch deuteten oder etwas anderes erlebten. Dass das Pentagon an der Untersuchung beteiligt war, hat den Akten Aufmerksamkeit verschafft; eine Prüfung ist noch keine Bestätigung der außerordentlichen Erklärung ihrer Zeugen.