Pentagon veröffentlicht fünfte Tranche von UFO-Akten mit Golf-von-Oman-Videos
Das US-Verteidigungsministerium legt 41 weitere Akten zu unidentifizierten Flugobjekten vor, während die Fachpublikation GreWi fehlende Belege und redigierte Metadaten kritisiert.

Das Pentagon hat am Freitag (7. August 2026) die fünfte Tranche von Akten zu unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen (UFO/UAP) veröffentlicht. Insgesamt 41 Akten wurden nach Angaben der Fachpublikation GreWi im Rahmen des „Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters“ (PURSUE) publiziert, das auf eine im Januar unterzeichnete Executive Order von Präsident Donald Trump zurückgeht. Nach Angaben des Pentagons stammen die Dokumente, Bilder und Videos von Pentagon, FBI, CIA, Außenministerium und dem Executive Office of the President; die älteste Akte datiert auf 1950, die jüngste auf dieses Jahr. GreWi zufolge verteilen sich die Akten auf zwei CIA-Bestände, zwei des Außenministeriums, 19 des Kriegsministeriums, einen des Executive Office of the President und 17 des FBI.
Im Mittelpunkt stehen erneut Videos. Sechs Aufnahmen dokumentieren denselben Vorfall: Nach Angaben des Pentagons filmten Spezialkräfte an Bord eines AC-130J-Gunships im September 2021 im Golf von Oman etwa 25 Erscheinungen von UAPs während einer Schießübung. Ein begleitender Geheimdienstbericht beschreibt kalte Kugeln, die in unterschiedlichen Formationen mit 250 bis 1300 Meilen pro Stunde flogen, aggressiv manövrierten und auf das Abfeuern der Hauptkanone reagierten. Der All-domain Anomaly Resolution Office, die UAP-Untersuchungseinheit des Pentagons, konnte den Vorfall nicht auflösen. Ein weiteres, vom U.S. Central Command eingereichtes Video zeigt Aufnahmen eines Militärflugzeugs über einem besiedelten Gebiet im Nahen Osten aus dem Jahr 2025 und gilt ebenfalls als ungeklärt. Hinzu kommen acht 302-Formulare des FBI mit redigierten Zeugenaussagen, darunter die eines ehemaligen Militärpiloten aus dem Jahr 2024, der über ein Dreieck über Bagram in Afghanistan im Jahr 2002 berichtete.
GreWi bewertet die Tranche kritisch. Nach Einschätzung der Publikation enthält auch diese Veröffentlichung keine eindeutigen Belege für ein exotisches UFO-Phänomen und noch weniger für dessen außerirdische Herkunft, wie sie Trump angekündigt hatte. Ein Großteil der FBI-Akten sei bereits zuvor veröffentlicht worden. Zu den historischen, seit Jahren bekannten Vorgängen zählt GreWi Analysen des U.S. Naval Photographic Interpretation Center zu Filmaufnahmen aus Montana und Utah der Jahre 1950 und 1952, wonach die gefilmten Objekte Eigenschaften aufwiesen, die nicht mit natürlichen Phänomenen oder bekannten Technologien vereinbar seien. Von den 16 Videos, die GreWi zählt, zeigten drei Aufnahmen der USS Omaha im Pazifik aus dem Jahr 2019, die der Journalist Jeremy Corbell bereits 2021 veröffentlicht habe. Redigierte Metadaten erschwerten die Unterscheidung zwischen ungewöhnlichem Flugverhalten und einem Ballon. Dem steht die Einschätzung der MAGA-Abgeordneten Paulina Luna gegenüber, die von einem nie dagewesenen Maß an Transparenz sprach.
Das Pentagon kündigte an, weitere Akten auf rollierender Basis zu veröffentlichen. Ein Sprecher erklärte, die Veröffentlichung vom Freitag werde nicht die letzte im Rahmen von Trumps Executive Order sein.