AlienWatch
Defense & Security02.10.2026

US-Regierung veröffentlicht UAP-Akten in Tranchen – Beweis für außerirdisches Leben fehlt

Seit dem 8. Mai 2026 gibt die US-Regierung unter Präsident Trump schrittweise UAP-Dokumente frei; Beobachter verweisen auf fehlende Beweise und einen Rechtsverzicht für Whistleblower.

US-Regierung veröffentlicht UAP-Akten in Tranchen – Beweis für außerirdisches Leben fehlt

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump veröffentlicht seit dem 8. Mai 2026 schrittweise Akten zu unidentifizierten anomalen Phänomenen (UAP). Das Programm trägt den Namen Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters (PURSUE). Nach Darstellung des Kriegsministeriums handelt es sich um eine fortlaufende, gemeinsame Freigabe- und Deklassifizierungsaktion. Kriegsminister Pete Hegseth erklärte, die lange hinter Einstufungen verborgenen Dateien hätten berechtigte Spekulationen genährt; es sei Zeit, dass die Amerikaner sie selbst sähen. Die Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, bezeichnete die Veröffentlichung als erste in einem laufenden Prozess. Bereits am 29. April hatte Trump im Oval Office angekündigt, die Regierung werde „so viele wie möglich“ Dokumente zu UFOs veröffentlichen; ein Datum nannte er nicht. Wie The Debrief anmerkte, ordnete Trumps Ankündigung auf Truth Social eine Deklassifizierung allerdings nicht ausdrücklich an.

Die Ankündigung stieß bei Transparenzbefürwortern auf Zustimmung und Skepsis zugleich. Wie DefenseScoop berichtete, wollen langjährige Befürworter erst konkrete Ergebnisse abwarten. Aus dem Umfeld der Whistleblower forderten Dylan Borland, David Grusch und Matthew Brown, Trump möge ihre Geheimhaltungsvereinbarungen aufheben. Das Pentagon schuf nach eigenen Angaben einen Rechtsverzicht, der es früheren und aktuellen Bediensteten erlaubt, UAP-bezogene Informationen an Vertreter von PURSUE weiterzugeben. Kritiker aus dem linken wie rechten Spektrum warfen der Regierung nach Angaben des Washington Examiner vor, mit der Veröffentlichung von Themen wie dem Iran-Krieg, dem Fall Epstein und der Inflation ablenken zu wollen.

Die bislang veröffentlichten Tranchen liefern nach Darstellung der beteiligten Stellen keine Belege für außerirdisches Leben. Die New York Post berichtete über eine vierte Tranche mit Aufnahmen eines sechszackigen Objekts („six-pointed object“) vor der Küste Ostasiens und hielt fest, dass die Dateien keinen Nachweis außerirdischen Lebens enthalten. In einer fünften Tranche beschrieb ein früherer Pentagon-Mitarbeiter ein durchscheinendes, dreieckförmiges Fluggerät über seinem Haus in Colorado, das er im Oktober 2023 beobachtet haben soll. Eine frühere Tranche umfasste laut CBS News 51 Videos; Reuters berichtete von 222 an einem Freitag veröffentlichten Dateien, darunter ein 116-seitiges historisches Dokument mit Bezug zu Sandia, New Mexico. Die Forscher Jacob Haqq-Misra und Ravi Kopparapu untersuchten nach eigenen Angaben 112 im Rahmen von PURSUE veröffentlichte Videos und verwiesen auf methodische Grenzen der Auswertung.

Parallel wurden institutionelle Strukturen ausgebaut. Ein interinstitutionelles UAP Governance Board nahm seine Arbeit auf, dem der Harvard-Astrophysiker Avi Loeb als Berater angehört. Loeb führt zudem einen UAP Science Advisory Council, dem auch Haqq-Misra und Kopparapu angehören. Wie DefenseScoop berichtete, übersteigt die Zahl der beim All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) erfassten Fälle 2000. Das Kriegsministerium kündigte an, die Dateien auf war.gov/UFO fortlaufend zu ergänzen. Ein Termin für die nächste Tranche wurde nicht genannt.