SpaceX: Starship fliegt erstmals in den Orbit, Triebwerksstörung verkürzt die Mission
Der 14. Testflug des Starship bringt erstmals operationelle Starlink-Satelliten in eine Umlaufbahn; wegen einer Triebwerksstörung bleibt die Oberstufe jedoch kürzer im All als geplant.

Am Montag, dem 28. September 2026, hat SpaceX sein Starship-System erstmals in eine Erdumlaufbahn gebracht. Der 407 Fuß hohe Träger startete um 7:50 Uhr Ortszeit (12:50 UTC) vom Starbase-Komplex an der texanischen Küste und absolvierte nach Angaben von Universe Today nahezu zwei Umrundungen. Es handelte sich um den 14. Testflug des Programms; alle vorherigen Flüge waren suborbital geblieben. Erstmals setzte die Mission operationelle Starlink-Satelliten aus: Nach Darstellung von OVNI Hoje waren es 26 Satelliten des Typs Starlink V3.
Der Aufstieg verlief nicht störungsfrei. Eines der 33 methanbetriebenen Raptor-Triebwerke des Super-Heavy-Boosters schaltete sich vorzeitig ab; trotz dieses Einzelausfalls setzte sich der Aufstieg wie geplant fort, und der Booster wasserte sicher im Golf von Mexiko. Auch an der Oberstufe, der Ship, kam es nach Angaben von Universe Today zu einem vorzeitigen Abschalten eines Triebwerks; der betreffende Auszug bricht an dieser Stelle ab, sodass Ausmaß und Ursache der Störung aus dem vorliegenden Material nicht hervorgehen. Offen bleibt auch die Verweildauer der Oberstufe: OVNI Hoje berichtet, der geplante zehnstündige Aufenthalt im All sei auf drei Stunden verkürzt und die Starship über dem Pazifik zur Landung gebracht worden. SpaceX habe dies mit Vorsichtsgründen wegen des Triebwerkproblems während des Aufstiegs begründet.
Während der Liveübertragung verlagerte sich die öffentliche Aufmerksamkeit zeitweise auf ein anderes Phänomen. Nach etwa sieben Minuten und 55 Sekunden Flugzeit registrierten Zuschauer eine schmale, leicht gekrümmte Spur blassblauen Lichts; daraus entwickelte sich in sozialen Medien eine Spekulation über außerirdisches Leben. Mystery Planet, ein auf Wissenschaft und Rätsel spezialisiertes Portal, stellt in seiner Überschrift jedoch selbst die Frage, ob es sich um ein „Mutterschiff“ oder schlicht um Raketengas handle, und nennt damit neben der außerirdischen Deutung eine konventionelle Erklärung. Eine Bestätigung für eine der beiden Lesarten lässt sich dem vorliegenden Auszug nicht entnehmen.
Zu beobachten bleibt, ob SpaceX Angaben zu Ursache und Folgen der Triebwerksabschaltungen nachliefert; ein Termin für einen weiteren Testflug wird in den vorliegenden Berichten nicht genannt.